Luks Reimann sagt was viele denken
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Lehrabschluss mit dem jüngsten Nationalrat gefeiert


Im Greuterhof versammelte sich die Festgemeinschaft. Darunter die Lehrabgänger in Anlagen- und Apparatebau, Metallbaukonstrukteure, Metallbauer und Metallbaupraktiker – sie alle stehen unter dem Dach der Metall-Union Thurgau. Viele Eltern, einige Freundinnen, Lehrer, Experten, Lehrmeister und Kantonsrat Richard Nägeli, liessen sich den Festakt nicht entgehen. Gaston Künzli, Präsident des Fachverband Metall begrüsste die Gästeschar und sprach den verschiedenen Komponenten seinen Dank aus. Den Lehrmeistern und Lehrern für ihre gewissenhafte Arbeit mit den Lehrlingen, den Eltern für ihre Unterstützung und natürlich den jungen Berufsleuten für ihr Engagement während der Lehrzeit. «Der heutige LAP-Abschlusstag soll uns allen in guter Erinnerung bleiben. Denn dieser Abschluss gilt als wichtiger Meilenstein für eine erfolgreiche Zukunft», so Künzli. Gleichzeitig forderte er die Absolventen auf, sich sogleich den vielfältigen Weiterbildungsmöglichkeiten zu widmen, um so ihre berufliche Karriere erst richtig zu lancieren. 

Artikel Kreuzlinger-Zeitung, Chris Heer


«Mehr Praktiker braucht das Land»
Als Highlight, nebst der ungeduldig erwarteten Notenbekanntgabe, galt die Festrede des jüngsten Nationalrates der Schweiz. Den organisierenden gelang es, Lukas Reimann als Redner zu gewinnen. Und er tat dies in seiner bekannt ruhigen und sachlichen Art und Weise. Denn an diesem Abend stand nicht die Politik im Vordergrund, sondern die beachtlichen Leistungen der Lehrabgänger. «Sie sind die Zukunft der Schweiz. Neue, topausgebildete Berufsleute braucht das Land. Ich habe eine grosse Achtung vor den von ihnen gewählten Berufen. Denn sie beweisen eine hohe Belastbarkeit, haben Freude am Umgang mit Technik und Metall, müssen fit und gesund sein und legen täglich ein hohes Verantwortungsbewusstsein an den Tag», lobte Reimann. Weiter gratulierte er den jungen Berufsleuten und betonte, dass sie nun ihrer Ausbildungsstätte in Schule und Betrieb mit einem gut gefüllten Rucksack voller Wissen und Fähigkeiten im Bezug auf ihre künftige Arbeit verlassen werden. Euphorisch fügte er an, «unser Land braucht nicht mehr Theoretiker, Professoren und Uni-Abgänger, wie es heute der Fall ist, sondern mehr Praktiker, mehr Arbeiter, mehr Fachkräfte – so wie sie es sind».

Die Bildung als wichtiger Rohstoff
Seit einiger Zeit klagen gewisse Branchen der Schweizer Wirtschaft darüber, dass sie ihre Stelle für qualifizierte Arbeitskräfte nicht besetzen können. Die Schweizer Volkswirtschaft ist hoch entwickelt und stark auf erstklassige Dienstleistungen fokussiert. «Gerade als Metallfachleute wissen Sie, dass wir in der Schweiz kaum Rohstoffe haben: unser Rohstoff ist die Bildung», analysierte Lukas Reimann. In seinem Schlusssatz wünschte er den neuen Berufsleuten den Mut, sich auf neue berufliche Wege zu begeben. «Sie prägen die technologische Zukunft mit; sie sind wesentlicher und wichtiger Bestandteil der Schweiz, nochmals Gratulation an alle neuen, ausgelernten Anlagen- und Apparatebauer, Metallbaukonstrukteure, Metallbauer und Metallbaupraktiker».

Zum Nachtessen, bei dem das Grillbuffet zum Zuge kam, liess man die vergangenen Lehrjahre in vertieften Gesprächen noch einmal Revue passieren.

Die Lehre als Sprungbrett nutzen
Ardit Alimani aus Bischofszell hat die Lehre als Anlage- und Apparatebauer absolviert. Zielgerichtet sprach er bereits von seiner beruflichen Karriere, die er in Angriff nehmen will. «Nun habe ich eine geniale Grundlage, die ich als Sprungbrett nutzen will. Viele Möglichkeiten stehen mir jetzt zur Auswahl, da ich in meiner Lehre in viele verschiedene Berieche eingesehen habe», so der junge Berufsmann. Auch Jonas Bosch aus Bichelsee, ebenfalls Anlage- und Apparatebauer, schwärmt von seiner Lehrzeit. «Ich würde mich auf jeden Fall noch einmal für diese Ausbildung entscheiden; im Grossen und Ganzen war es eine geniale Lehrzeit und Metall ist schlicht und einfach ein cooler Werkstoff».




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